Aussehen & Fellfarben
Wie sieht ein Shiba Inu aus?
Kompakt, fuchsartig, mit wachem Blick und eingerollter Rute: Der Shiba ist unverkennbar. Hier findest du alle anerkannten Fellfarben mit Bildern – und eine ehrliche Einordnung der „Mini-Shibas“.
Kurz gesagt: Ein Shiba Inu ist ein kleiner, kräftig gebauter Spitz mit dreieckigen Stehohren, mandelförmigen Augen und einer über dem Rücken eingerollten Rute. Er kommt in vier Fellfarben vor (Rot, Sesam, Schwarzloh, Creme) und trägt bei jeder Farbe das cremeweiße „Urajiro“-Abzeichen.
Die typischen Merkmale
- Größe: Rüden ca. 38–41 cm, Hündinnen 35–38 cm; Gewicht 8–11 bzw. 6–9 kg (Details im Steckbrief).
- Ohren: klein, dreieckig, aufrecht, leicht nach vorn geneigt.
- Augen: dreieckig-mandelförmig, dunkelbraun, mit dem charakteristischen aufmerksamen Ausdruck.
- Rute: dick und über dem Rücken eingerollt oder sichelförmig getragen.
- Fell: Stockhaar mit harter Deckschicht und weicher, dichter Unterwolle.
Die Fellfarben im Überblick
Rot
Die bekannteste und häufigste Farbe – leuchtend fuchsrot. Der klassische Shiba, wie ihn die meisten vor Augen haben. (Hier: unser Yoshi.)
Sesam
Rotes Grundfell mit schwarzer Spitzung, in Abstufungen (Schwarz-Sesam, Rot-Sesam). Wirkt changierend und edel.
Foto: Yossarian22, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Schwarzloh (Black & Tan)
Schwarz mit lohfarbenen und cremeweißen Abzeichen an Wangen, Augenbrauen, Beinen und Brust.
Foto: Maarten (Niederlande), CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Creme / Weiß
Existiert, gilt aber als Fehlfarbe: Das typische Urajiro ist auf hellem Fell nicht erkennbar. Keine Standardfarbe für die Zucht.
Foto: Dllu, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Was ist „Urajiro“?
Urajiro sind die cremeweißen Abzeichen, die jeder korrekt gefärbte Shiba trägt: an Wangen und Kehle, an Brust und Bauch, an den Beininnenseiten und der Rutenunterseite. Sie geben dem Shiba sein typisches, sauber gezeichnetes Gesicht. Fehlt das Urajiro (wie bei rein weißen Tieren), gilt das als Fehlfarbe.
Mame Shiba & „Mini-Shiba“ – ehrlich eingeordnet
Wichtig vorweg: Der „Mame Shiba“ („mame“ = Bohne) ist keine eigene, anerkannte Rasse. Es handelt sich um besonders klein gezüchtete Shibas – oft aus der Verpaarung zweier zwergwüchsiger Tiere. Die japanische Dachorganisation NIPPO erkennt sie nicht als eigenen Typ an.
Das gezielte Züchten auf Miniaturgröße bringt Gesundheitsrisiken mit sich und ist ein beliebtes Feld unseriöser Vermehrer. Auch der Begriff „Mini-Shiba“ wird uneinheitlich benutzt – teils für Mame Shibas, teils für Kreuzungen mit anderen Kleinhunderassen. Unser Rat: Finger weg von „Mini“-Versprechen und stattdessen auf einen gesunden Standard-Shiba aus seriöser Zucht setzen.
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