Rasseportrait

Shiba Inu – der Steckbrief

Der Shiba Inu ist die kleinste der sechs ursprünglichen japanischen Hunderassen und heute einer der beliebtesten Begleithunde weltweit. Hier findest du alle Eckdaten auf einen Blick – bevor es in die Details geht.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

Profil eines jungen roten Shiba Inu vor goldenem Herbsthintergrund
HerkunftJapan
FCI-GruppeGruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 5, Standard Nr. 257
Größe (Widerrist)Rüden ca. 38–41 cm, Hündinnen ca. 35–38 cm
Gewichtca. 8–11 kg (Rüde), 6–9 kg (Hündin)
Lebenserwartung12–16 Jahre
FellStockhaar mit dichter Unterwolle, starker saisonaler Fellwechsel
FarbenRot, Sesam (rot/schwarz meliert), Schwarzloh; immer mit „Urajiro" (helle Abzeichen)
Charaktereigenständig, wachsam, intelligent, stur, katzenartig
Auslaufmindestens 1,5–2 Stunden täglich
Eignung für Anfängernur bedingt – anspruchsvoll in der Erziehung

Herkunft und Geschichte

Der Shiba Inu stammt aus den bergigen Regionen Japans, wo er ursprünglich als Jagdhund für kleines Wild und Vögel gehalten wurde. Sein Name bedeutet sinngemäß „kleiner Hund" – „Inu" heißt schlicht Hund. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse fast ausgestorben; aus wenigen überlebenden Blutlinien wurde der heutige Shiba neu aufgebaut. Genau dieser ursprüngliche, wenig „verzüchtete" Charakter macht einen großen Teil seines Wesens aus.

Aussehen: kompakt, fuchsartig, ausdrucksstark

Der Shiba ist klein, aber kräftig und gut proportioniert. Typisch sind die spitzen, aufrecht stehenden Ohren, die dreieckigen Augen mit dem charakteristischen, leicht hochgezogenen Blick und die eingerollte, über dem Rücken getragene Rute. Das berühmte „Urajiro" – die cremeweißen Abzeichen an Wangen, Brust, Bauch und Beininnenseiten – gehört bei jeder Fellfarbe zum Standard.

Fellfarben

  • Rot: die bekannteste und häufigste Farbe – leuchtend fuchsrot.
  • Sesam: rotes Grundfell mit schwarzer Spitzung, in Abstufungen (Schwarz-Sesam, Rot-Sesam).
  • Schwarzloh (Black & Tan): schwarz mit lohfarbenen und weißen Abzeichen.
  • Creme/Weiß: existiert, gilt aber als Fehlfarbe, weil das typische Urajiro nicht erkennbar ist.

Wesen in Kürze

Der Shiba ist intelligent, wachsam und selbstbewusst – und gleichzeitig eigensinnig und unabhängig. Er bindet sich eng an seine Familie, bleibt Fremden gegenüber aber distanziert. Seine katzenartige Art (sauber, selbstbestimmt, nicht unterwürfig) ist sein Markenzeichen. Wie viel davon wirklich zu deinem Alltag passt, klären die nächsten Kapitel – und am ehrlichsten der Test.

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